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Wohnungsgröße

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Die im Mietvertrag angegebene Wohnraumgröße kann laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes bis maximal 10 Prozent kleiner sein. Einen Anspruch auf Mietminderung hat der Mieter in diesem Fall kaum, es sei denn er kann glaubhaft darstellen, dass durch diese verringerte Größe des Wohnraumes sich die Gebrauchsfähigkeit der Mietsache einschränkt.

Im Gegensatz dazu ist der Mieter berechtigt eine sofortige Mietminderung zu erhalten, wenn diese 10 Prozent überschritten werden. In diesem Fall steht der Mieter nicht in der Beweispflicht.

Weiterhin hat der Mieter das Recht auf eine Neuberechnung der Nebenkosten, wird im Nachhinein festgestellt, dass die Wohnung kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben. Dieses Recht besteht auch, wenn die Abweichung unter 10 Prozent liegt.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Wohnraumverordnung im Jahr 2004 wird festgelegt, dass Terrassen und Balkone bis zu einem Viertel mit auf den Wohnraum angerechnet werden. Diese können sogar bis zur Hälfte mit auf den Wohnraum angerechnet werden, wenn sie geschützt und windstill liegen und somit gut genutzt werden können. Ebenfalls werden zur Wohnfläche alle innerhalb einer Wohnung befindendlichen Räume, Flure, Abstellkammern und Toilette gezählt. Garagen, Kellerräume, Dachböden und Dachschrägen gehören nicht zur Wohnfläche.

Wintergärten, welche voll beheizt werden können, werden ebenfalls der Wohnfläche angerechnet. Hingegen werden unbeheizbare Wintergärten nur zur Hälfte der Wohnfläche angerechnet.

Diese Verordnung gilt vorrangig für geförderten Wohnraum, unter anderem Sozialwohnungen. Für frei finanzierten Wohnraum besteht nicht zwingend Anwendung.