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Verjährungsfristen

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Eine Verjährung im Mietrecht ist nicht gleich der Verfall von bestehenden Ansprüchen. Bei einer Verjährung kann der Schuldner hier lediglich nach dem Ablauf einer festgelegten Verjährungsfrist seine Zahlungen aussetzen. Bestehende Ansprüche des Vermieters in Hinsicht auf eine Verschlechterung der Mietsache sind bereits nach sechs Monaten nach dem Auszug des Mieters laut BGB § 548 verjährt. Ebenfalls kann der Mieter nach Ablauf dieser Zeit keine Ansprüche für erfolgte Einbauten oder Einrichtung geltend machen.

Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt am Ende jedes Jahres, in welchem der Anspruch entstand und endet nach drei Jahren. Verjährungsfrist besteht für Miet- und Nebenkostennachforderungen des Vermieters und Ansprüche des Mieters an den Vermieter hinsichtlich zu viel gezahlter Miete und Rückzahlung der Kaution.

Eine Unterbrechung der Verjährungsfrist erfolgt bei der Beantragung eines Mahnbescheides und bei stattfindenden Verhandlungen beider Parteien.

Bei der Erlangung eines Rechtstitels auf einen bestehenden Anspruch beträgt die Verjährungsfrist 30 Jahre.

Diese Frist beginnt neu, wenn der betreffende Schuldner den bestehenden Anspruch anerkennt oder eine gerichtliche / behördliche Vollstreckung erfolgt.