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Untervermietung

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Der Mieter ist in der Pflicht bei einer beabsichtigten Untervermietung der Wohnung oder nur Teile davon, die Erlaubnis des Vermieters einzuholen. Dies entfällt, wenn bereits im Mietvertrag Regelungen hinsichtlich einer Untervermietung festgelegt wurden.

Dabei muss der Hauptmieter dem Vermieter gegenüber sein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung glaubhaft darlegen. Der Vermieter hat nicht das Recht ohne wichtigen Grund eine Untervermietung zu verweigern.

Der Vermieter kann eine Untervermietung ablehnen, wenn ihm die Person zur Untermiete nicht für passend erscheint, durch die Untervermietung die Wohnung überbelegt ist oder aber eine Vermietung für den Vermieter unzumutbar ist.

Verweigert der Vermieter grundlos eine Untervermietung, dann kann der Mieter das Mietverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.

Im Falle einer Genehmigung der Untervermietung hat der Vermieter das Recht eine Mieterhöhung zu verlangen. Diese Mieterhöhung muss er aber mit konkreten Gründen belegen können.

Bei Verfehlungen des Untermieters ist der Hauptmieter der Wohnung dem Vermieter gegenüber haftbar.

Im Falle einer Untervermietung werden zwei Mietverträge abgeschlossen. Der Hauptmieter schließt mit dem Vermieter einen Mietvertrag.

Ein weiterer Mietvertrag wird dann zwischen dem Hauptmieter der Wohnung und dem Untermieter abgeschlossen. Der Untermieter hat dabei die gleichen Rechte und Pflichten wie der Hauptmieter selbst. Im Fall, dass der Hauptmieter das Mietverhältnis kündigt, muss dann ein neuer Mietvertrag zwischen Untermieter und Vermieter geschlossen werden.

Es besteht kein Untervermietverhältnis, wenn Gäste für einen Zeitraum bis sechs Wochen aufgenommen werden. Ebenfalls ist beim Einzug des Ehepartners keine Erlaubnis des Vermieters notwendig. Der Mieter hat lediglich den Vermieter davon in Kenntnis zu setzen.