lexikon-recht.de» Schönheitsreparaturen

Schönheitsreparaturen

mietrecht-hilfe.de

- Anzeige -

In der Regel ist der Vermieter für durchzuführende Schönheitsreparaturen an einer Mietsache verantwortlich, es sei denn, wenn im Mietvertrag ausdrücklich nichts anderes vereinbart wurde. Der Mieter selbst muss laut BGB § 538 nur für solche Reparaturen aufkommen, welche durch übermäßigen Verschleiß oder für selbstverschuldete Schäden an der Mietsache entstanden sind.

In der Regel werden in der Praxis im Mietvertrag festgelegt, dass Schönheitsreparaturen durch den Mieter durchzuführen sind. Bei solchen Vereinbarungen darf der Mieter aber nicht benachteiligt werden. Unter Schönheitsreparaturen fallen unter anderem bestimmte Renovierungsarbeiten, wie das Streichen der Wände, Decke, Innentüren, Heizkörpern, Rohre und bei Außentüren und Fenstern nur die Innenseite. Für die Durchführung dieser Schönheitsreparaturen gibt es keine starren Fristen. Dabei ist der Mieter nicht in der Pflicht eine Fachfirma für die Durchführung der Schönheitsreparaturen zu beauftragen. Er muss aber gewährleisten können, dass alle Arbeiten fachmännisch ausgeführt werden.

Der Vermieter hat nicht das Recht für durch ihn selbst erfolgte Schönheitsreparaturen oder von ihm beauftragte Firmen, vom Mieter eine Mieterhöhung zu verlangen.