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Mietwucher

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Die Höhe des Mietzinses ist beim Abschluss eines Mietvertrages zwischen den Vertragsparteien frei verhandelbar. Allerdings sind auch hier gesetzliche Grenzen vorhanden.

Bei einer überhöhten Mietvereinbarung unterscheidet man in Mietpreisüberhöhung und in Mietwucher. Von einer Überhöhung der Miete spricht man, wenn bei vorhandener Wohnungsknappheit die Miete 20 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Ein Mietwucher liegt hingegen vor, wenn unter gleichen Umständen die Miete mehr als 50 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmitte liegt.

Bei einer Mietpreisüberhöhung liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Sie wird in Form von Geldstrafen geahndet.

Mietwucher ist eine Straftat. Der Vermieter kann hier eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe erhalten.

Beim Vorliegen einer Mietpreisüberhöhung oder Mietwucher hat der Mieter das Recht rückwirkend die zuviel gezahlte Miete zurück zu fordern. Aber auch hier ist der Mieter in der Beweispflicht, dass ihm bei der Anmietung der Wohnung keine Ausweichwohnung zur Verfügung stand.

Der Mieter hat keinen Anspruch auf eine Rückzahlung der Miete in dem Fall, dass er die Wohnung aus freien Stücken anmietete.