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Anfechtung des Mietvertrages

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Ein Mietvertrag ist ein Vertrag, wie auch alle anderen Verträge. In diesem Mietvertrag sind im gegenseitigen Einverständnis getroffene Vereinbarungen festgeschrieben. Eben diese Vereinbarungen sind von beiden Parteien einzuhalten. Es besteht in manchen Fällen allerdings auch die Möglichkeit, einen Mietvertrag anzufechten. Dafür müssen aber schwerwiegende Gründe vorliegen. Solche können unter anderem ein Irrtum, eine arglistige Täuschung oder eine Drohung sein. Eine Anfechtung des Mietvertrages bei einem Irrtum kann erfolgen, wenn bei der Kenntnis der Sachlage der Vertrag niemals zu Stande gekommen wäre. Dazu wurden im BGB unter § 119 und 121 gesondert Aussagen getroffen. In dem Fall eines vorliegenden Irrtums muss der Mietvertrag umgehend angefochten werden. Beim Vorliegen einer arglistigen Täuschung oder Drohung bei Vertragsabschluss beläuft sich die Frist der Anfechtung des Mietvertrages auf 1 Jahr nach dem Bekanntwerden der Täuschung oder bei einer vorliegenden Drohung nach der Beendigung der Zwangslage. Hierzu sind im BGB § 123 und 124 entsprechende Reglungen festgeschrieben.