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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb

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Eine Voraussetzung für das Ausführen jeder Art von Arbeit ist die Arbeitssicherheit durch die technische, persönliche und organisatorische Bedingungen berücksichtigt werden. Als rechtliche Grundlage für den Arbeitsschutz wurde das Arbeitsschutzgesetz und das Sozialgesetzbuch gesetzliche Unfallversicherung geschaffen. Die Einhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften wird von den Ämtern für Gewerbeaufsicht und von den Berufsgenossenschaften (über die jeder Arbeitnehmer unfallversichert ist) überwacht. Die Verantwortung, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden liegt aber nicht allein bei den Ämtern und Genossenschaften sondern auch bei den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Betriebe sind verpflichtet (ab einer bestimmten Betriebsgröße) Fachpersonal zur Arbeitssicherheit abzustellen (Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsfachkräfte oder Sicherheitsingenieure). Die Firmen sind außerdem verpflichtet bei erstmaligem Arbeitsantritt oder erstmaligem Einsatz am anderen Arbeitsplatz eine Erstunterweisung vorzunehmen. Diese richtet sich nach den spezifischen Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitsplatz. Es müssen auch in regelmäßigen Abständen Unterweisungen in der allgemeinen Betriebssicherheit durch eine Sicherheitsfachkraft durchgeführt werden. Diese Unterweisungen sind Bestandteil der Arbeitszeit und somit während dieser durchzuführen. Arbeitssicherheit bedeutet aber auch gleichfalls Gesundheitsschutz da Arbeitsunfälle meist auch Spätfolgen nach sich ziehen können und so greifen der Arbeitsschutz und der Gesundheitsschutz ineinander und ergänzen sich. So wird zum Beispiel vorgeschrieben das eine spezielle den individuellen Anforderungen entsprechende Arbeitsschutzkleidung getragen wird oder in lauten Bereichen zwingend ein Gehörschutz getragen werden muss. Bei Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften können neben Ermahnungen auch (je nach schwere des Verstoßes) Abmahnungen oder sogar der Verlust des Arbeitsplatzes die Folge sein. Kommt jemand anderes durch die eigene grobe Fahrlässigkeit zu Schaden können zu den betrieblichen Sanktionen auch noch zivilrechtliche Folgen hinzukommen. Die Vorgesetzten und die Angestellten der Arbeitssicherheit können bei groben Verstößen sogar mit Haftstrafen zur Rechenschaft gezogen werden. Aber auch im privaten Bereich unterliegt der Hobbyhandwerker den Vorschriften zur Arbeitssicherheit und es kann bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit eine Lohnfortzahlung versagt werden. Da die Firmen einen Beitrag, dessen Höhe sich nach der Anzahl der Arbeitsunfälle im Betrieb errechnet, an die gesetzliche Unfallversicherung zahlen müssen wird auch verstärkt auf die Unfallverhütung im Betrieb geachtet.